Tag 5 – Tage wie dieser

Mal so zur Orientierung – hier sehen wir Island. Das links oben sind die Westfjorde, die wir diesmal unsicher machen. Ein wirklich abgelegener Teil der Welt! Der rote Punkt ist Isafjördur, das wir gestern erreicht haben.

Es geht aber noch entlegener, zum allernordwestlichsten Zipfel Islands, knapp unter dem 66. Breitengrad. Heute fahren wir mit dem Boot nach Hesteyri auf die Halbinsel Hornstrandir, ein riesiges, inzwischen unbewohntes Naturreservat, wo wir den Arctic fox treffen wollen. Gleich vorab – einen Fuchs haben wir nicht gesehen, aber es war trotzdem ein absolut phantastischer Tag 🤩

Die Bootsfahrt dauerte eine gute Stunde, manchmal aber auch 3, je nachdem, wo zuerst angelegt wird. Auf dem Rückweg haben wir in einer anderen Bucht noch Wanderer mit dem Zodiac eingesammelt, da waren es knapp 2. Der Trip (wir fuhren mit Borea adventures, es gibt aber noch ein anderes Boot) ist sauteuer, aber jeden Cent wert.

In Isafjördur legen inzwischen fast jeden Tag Kreuzfahrer an. Das hier ist unser Schiff.

Mit uns fuhren einige dieser unglaublich hartgesottenen Jungs und Mädels, die allein, mit riesigen Osprey-Rucksäcken, Zelt und der (absolut notwendigen) eigenen Navigation die Halbinsel in meist 5 Tagen umwandern wollten bzw. davon zurückkamen. Autos und Straßen gibt es dort nicht. Schon ziemlich cool. Man kann 1 oder mehrere Tage dort bleiben, es gibt auch geführte Wanderungen, aber wir hatten nur das Boot gebucht.

Auf dem Meer dann mehr Seegang. Leider keine Wale, zu windig.

Der neue Ponton-Anleger in Hesteyri. Bis vor kurzem musste man mit dem Zodiac an Land.

Die Bilder geben die Eindrücke und die Landschaft nicht wirklich wieder. Und mit dem Wetter hatten wir totales Glück.

Wir wanderten dann an der Küste entlang auf Fuchssuche. Der kam nicht, dafür wälzten sich an jeder Ecke bzw. auf jedem Felsen Seehunde neben uns herum, in allen Farben und Größen.

Natürlich gibt es auch jede Menge Wasserfälle

und sonstige Wildnissachen.

Und einen lost place, bisschen spooky. Hier befand sich eine Walfangstation. Es muss schaurig gewesen sein, das Wasser im Fjord vom Blut gefärbt und überall stinkende Überreste…

Der Blick ins Nichts

Am Anleger ist das Haus, in dem früher der Doktor wohnte, innen stehen noch Chloroformflaschen und dergleichen herum. Jetzt wird es im Sommer von dem sehr netten Isländer Hrolfur bewirtschaftet. Er spricht sogar deutsch, m Winter lebt er in Hamburg, im Sommer bekommt man bei ihm Kaffee und Pfannkuchen. Hammer 🥰

Am Nachmittag gingen wir in die andere Richtung am Strand entlang. So riesige Muscheln haben wir in echt noch nie gesehen.

Der war vor langer Zeit wohl mal tätig, wie ja ganz Island, momentan ist Hornstrandir aber nicht mehr vulkanisch aktiv. Ein schöner Berg. Aber eigentlich sind alle schön 😉

Das war dann der Shot of the Day.

Hornstrandir ist unvergleichlich schön, wir waren glücklich.

Leider kam das Boot tatsächlich irgendwann und es ging wieder zurück nach Isafjördur.

Und hier geht’s weiter zu TAG 6

Und morgen geht es reiten!