11. Hafen – Kingston, Jamaica

Jamaica wurde im Oktober 2025 von Hurrican Melissa verwüstet und war als touristisches Ziel noch nicht wirklich gerüstet. Wir müssen trotzdem anlegen, da hier eine Route zu Ende geht und Gäste aus- bzw. eingeschifft werden müssen, und zwar am Ende der Welt – wir befinden uns auf der Halbinsel Port Royal vor Kingston im Süden der Insel.

Leider geht auch die Reise für eine der rumpunschtrinkenden Touristinnen zu Ende. Bei Buchung einer Weltreise dürfen eine bzw. zwei Wunschpersonen eine Zusatzkabine für eine Route kostenfrei buchen, welches sich „Einladung für die Liebsten“ nennt. (Flüge und Getränke müssen die Liebsten allerdings trotzdem bezahlen.) Das Kind hat mich von Gran Canaria bis Jamaica begleitet und wird jetzt leider Richtung Flughafen in Kingston abtransportiert, um mit dem Condor-Charter zurück in die Heimat zu fliegen. Tschüss Kind 😥

Port Royal war die legendär lasterhafte Piratenhochburg schlechthin, bis 1692 ein gigantisches Erdbeben große Teile der Stadt im Meer versinken ließ. Dann war Schluss mit der Lasterhaftigkeit, wobei die ganze Gegend um Kingston auch heute noch nicht zu den Ponyhöfen der Welt gehört. Wir waren angewiesen, nicht allein und unbeklunkert durch die Gegend zu laufen, ein Ansinnen, das uns bis zu unserer Pazifiküberquerung nicht mehr verlassen sollte.


Also erkundeten wir gehorsam zu zweit Port Royal. Womöglich auf Grund des Hurrikans war dort aber de facto nichts, außer Müll, verblichenen touristischen Erläuterungen und einem menschenleeren Strand der etwas anderen Art.

Immerhin gab es eine Art Bar und wir konnten die Condor für das Kind ordnungsgemäß einfliegen sehen.



Ein jamaicanisches Vogelhuhn gesellte sich noch zu uns.


Auf dem Rückweg Zwischenstopp im einzigen Hotel am Platz. Der Kontrast schlechthin zur Umgebung, mit Pool, einer ordentlichen Bar und Blick. Urlaub würde ich dort trotzdem nicht machen.




Zurück am Schiff dauerte es noch Stunden, bis endlich auch der ordnungsgemäße Start des Kindes verfolgt werden konnte. War wohl schlimmes Flughafenchaos. Nach Jamaica müssen wir jetzt erstmal nicht mehr.

Das Auslaufen gestaltete sich hingegen wie meist romantisch.




Tschüss Pilot

Anschließend Crewshow. Diese ist, im Gegensatz zur Gästeshow, in der Regel ein sehr schönes Event, speziell unter dem hier meist indonesischem Servicepersonal finden sich ungeahnte Gesangs- und Tanztalente. Aber manche finden sicher auch die Gästeshow toll. Möglich ist ja alles.

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