Tag 10 – Abschied von Island

Dieses wundervolle Zimmer (und noch 2 andere) vermietet Lina in Borgarnes, das quasi das Drehkreuz für Touren in den Norden, in die Westfjorde und auf die Snaefellsnes-Halbinsel ist. Von dem rechten Fenster aus konnte sie eine der Eruptionen der vergangenen Jahre auf der Reykjanes-Halbinsel sehen 🤩 🌋. Es könnte jeden Moment wieder so weit sein, der Druck ist höher als im Mai vor der letzten Eruption. Leider ist das Teil zur Zeit widerspenstig 🙄

Tag 10 – nochmal Reiten!

Am nächsten Morgen belästigten wir noch einmal zwei Isländer, Tepa und Winthir. Tölt, Galopp, und dann ritten wir auch durch eine freie Herde mit Fohlen, ziemlich cool. Antonia, unser Guide, fiel runter, weil ihr Pferd scheute, wir glücklicherweise nicht 😎

Hestaland, ein großer Stall. Es gibt in der Gegend Millionen Pferde.

Das schöne Borgarnes. Bzw. seine wunderbare Tankstelle. Tankstellen in Island sind überhaupt ziemlich wichtig, weil sie nicht so häufig vorkommen. Ohne sie verhungern Auto und Fahrer.

Wieder zurück in Reykjanesbaer in Flughafen- bzw. Vulkannähe. Er brach natürlich nicht aus. Das Guesthouse war aber nett.

Und die Einwohner sind mehr up to date als wir – bei den neuen Regenbogenfarben musste ich erst K1 zu Rate ziehen. Das weiß sowas.

Statt Vulkan bekamen wir (leichtes) Nordlicht geliefert. Hatte wohl falsch bestellt, passiert mir bei den Tieren leider auch öfter. Seehund statt Fuchs und so. Ich glaubte es erst nicht, wurde dann aber bestätigt.

Tag 11 – Lolas letzte Tour

Auf der Reykjanes-Halbinsel links von Reykjavik liegt der internationale Flughafen, die blaue Lagune, die quasi als Abfallprodukt des daneben liegenden Thermalkraftwerks entstanden ist, und eben das vor einigen Jahren nach 1000 Jahren Ruhe wieder aktiv gewordene Vulkansystem, das sich derzeit auf den rot eingekreisten Bereich konzentriert. Ich verzichte jetzt auf eine seitenlange Abhandlung über selbiges. Aber es fällt mir SEHR schwer 🧟‍♀️😄 Und hin musste ich an diesem letzten Tag natürlich auf jeden Fall – er konnte ja jeden Moment ausbrechen.

Erstmal fuhren wir zum Leuchtturm links oben mit Strand, Eiderenten und einem dieser bereits erwähnten skurrilen Museen Islands. Dieses hier lohnt sich aber wirklich!

Mit zauberhafter Radiosammlung

Aber auch spannenden Einblicken in das frühere Leben auf Island.

Wieder mal ein megamalerisches schwarzes Kirchlein. Aber alles Fake. Die Isländer glauben bis heute an Elfen und Trolle.

Paar Kilometer weiter will der Troll sich nach Amerika verdrücken. Nix da!

Hier beginnt die Plattendrift, die sich diagonal durch Island zieht.

Überall vulkanisches Gestein, Lavabomben und Bimsstein. Leider zu groß für den Koffer.

Ganz m Süden der Halbinsel liegt dann das Thermalblubbergebiet Gunnuhver. Beeindruckend, aber das im Norden beim Myvatn-See ist um einiges cooler. Natürlich auch, weil Sam da seinen ersten White Walker mit Obsidian, pardon, Dragonglass erledigt hat.

Und dann waren wir endlich da, am Ziel meiner Träume – der Straßensperre vor Grindavik. In dem Ort im Video haben wir vor 2 Jahren an der Tanke (wo sonst) noch Pommes gegessen und sind im Eruptionsgebiet gewandert, um dann um Mitternacht heimzufliegen und die nächste Eruption um einen Tag zu verpassen. Das soll diesmal nicht passieren.

Wir gingen also auf dem Hügel neben den Lögreglans, die man ja aus nordischen Krimis kennt, in Position, um den (natürlich nicht eintretenden) Ausbruch zu beobachten. Zu sehen waren aber nur die Laster, die unermüdlich an dem Wall um die Stadt bauen, damit die Lava den Ort nicht erreicht. Wohnen tut dort so richtig keiner mehr, die Erdbebenschäden sind zu groß. aber Grindavik ist für die Fischereiindustrie wichtig.

Bisher hat die Lava auch nur 3 Häuser erwischt, aber wenn der nächste Ausbruch im Stadtgebiet selbst erfolgt, was durchaus möglich ist, war das Gebuddel für die Katze. Das Dunkle ist die frische Lava vom letzten Ausbruch, kalte Füße bekommt man dort nicht.

Und dann mussten wir doch unverrichteter Eruption zurück – Lola hatte um 17 Uhr einen Termin in der Europcar-Waschanlage am Flughafen. Tschüss Lola, du warst super!

Der Flybus brachte uns zurück in die Zivilisation, sprich nach Reykjavik. Dort war just an dem Tag CSD, dort ein Mega-Event, und wir trafen mehr Menschen als in den 12 Tagen zuvor zusammen. Unser (von der Reederei gebuchter) Luxusschuppen machte natürlich auch mit.

Aber wir waren klamottenmäßig gerüstet 😄

Gute Nacht! Morgen geht es aufs Meer 🥰!

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