Tag 19 – Ilulissat, der Eisfjord und die Wale

Es geht immer weiter nach Norden. Heute ist Montag, der 19. August und ein absoluter Highlight-Tag. Im Eisfjord bei Ilulissat schwimmen Eisberge aller Größen, Farben und Formen, deshalb folgen nun auch sehr viele Eisbergbilder. Geht nicht anders. Letztlich liefen ihnen am Ende aber die Wale den Rang ab …..

In Ilulissat trafen wir wieder auf die Commandant Charcot. Ein phantastisches Schiff mit ordentlicher Eisklasse, aber leider sehr frankophil. Es erreichte nur 3 Wochen später, am 12. September 2024, als erstes Schiff der Welt den Nordpol der Unzugänglichkeit. Dieser Punkt in der Hocharktis liegt am weitesten vom Festland entfernt und wurde in der Historie der Polarerforschung zuvor noch nie mit einem Schiff erreicht. Ich möchte auch zum Nordpol der Unzugänglichkeit!

Auch in Hafennähe dümpelte schon eine Menge Eis herum. Die Silverwind ging hier auf Reede und wir stiegen vom Zodiac auf kleine Boote um, die uns mitten in den Fjord bringen sollten.

Unsers, die Lisa. Man konnte draußen stehen oder beim Käptn oben rumlungern. Wir waren mehr für draußen.

Man kann das Eisberggefühl auf Fotos nur unzulänglich wiedergeben.

Es knistert, wenn man durch brash ice fährt, quasi durch einen Teppich von Eisstücken.

Nicht unsere Kajaker. Rechts unten ein Eis-Eisbär.

Eisberghühner.

Auch Eisberge kalben, wie Gletscher, dieser hier hat schon. Es empfiehlt sich ein gesunder Sicherheitsabstand.

Nach kurzer Zeit kamen die Buckelwale nachschauen, was so los ist. Sie sagen tatsächlich Sachen!

Leider war ich für ein ordentliches Schwanzflossenfoto zu blöd. Dabei strengte sich Wali echt oft an 😀

Kurz nach dem Kalben, wir hörten es, aber verpassten es knapp.

Buckelwali folgte uns.

Schmutzige Eisberge stehen eigentlich auf dem Kopf. Sie lagen früher im Gletscher mit der Oberseite auf dem Boden auf, rutschten ins Meer und drehten sich irgendwann herum. Machen sehr viele – und dabei sollte man besser nicht draufstehen.

Vorerst kein Eisbergfoto. Ilulissat durften wir am Nachmittag zu Fuß erkunden.

Der reinste Schiffauflauf.

Ganz ohne Eisberge geht es auch im Hafen nicht.

Die ganz Harten segeln in die Arktis, nach Svalbard, Jan Mayen und eben auch nach Grönland. Gehört schon einiges an Mut dazu.

Der Hafen. Mit Schriftzug, damit man sich an der dichtbesiedelten Küste auch ja nicht verfährt 😀

Es gibt dort richtig nette Etablissements. Wir mussten Postkarten schreiben.

Leider überlebte mein Brückenprovisorium über 4 Zähne die ansonsten sensationelle Moschusochsenpizza nur teilweise. Aber ging dann auch irgendwie. Ich sag lieber nicht, wie.

Die Karten kamen tatsächlich an – und definitiv schneller als von Italien aus.

Zurück auf der beautiful Silverwind. War ein anstrengender Tag. Zum Tagesausklang noch ein besonders schönes Exemplar.

Bei Gitarrist Igor in der Lounge winkten uns dann noch diverse Buckelwale von draußen zu, leider nicht erkennbar auf dem Foto. Sah aber wirklich so aus, sie spielten wohl in der Bucht.

Ach ja und das Handy. Das gute alte Facebook ist vielleicht doch zu was nütze. Ich hatte dort am Vortag die Gruppe der Einwohner von Kangamiuut gefunden und zwischen ihre ellenlangen inuitischen Wörtkonglomerate auf Englisch unser Verlorenes-Handy-Leid geklagt. Und tatsächlich – eine junge Frau hat sich bei mir via Messenger gemeldet, die auch den Besuch der Silverwind dort organisiert hat. Sie wolle sehr gern für uns nach dem Handy suchen und wo wir denn so gewesen seien. Nun ja – wie ordentliche Touristen halt überall. Im Ort, außerhalb, am Hafen, in der Kirche und hoch oben auf dem Berg auf einem Felsen. Wir haben wenig Hoffnung, aber who knows …. Grönland. Magic.

Gute Nacht, Wale und Eisberge!

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