Tag 21 – Qeqertarsuaq auf Disko Island

Ein neuer, wundervoller arktischer Traumtag brach an, und zwar tat er das auf der Disko-Insel in der gleichnamigen Bucht, in der wir seit ein paar Tagen herumkreuzen. Im Gegensatz zum Rest Grönlands, der quasi als riesiger Granitblock im Nordmeer sitzt, ist sie geologisch ganz anders gestrickt, weil vulkanischen Ursprungs, was sie mir natürlich höchst sympathisch macht 😉🌋 Und obwohl die letzte vulkanische Aktivität schon ein Weilchen her ist, unterscheidet sie sich deshalb auch optisch vom bisher Gesehenen.

Unsere Zodiac-Anlegestelle. Jeder Ort hat seine Power plant – die Einwohner Grönlands haben es innen gern warm und gemütlich.

Der Ort Qeqertarsuaq sieht aus wie die meisten grönländischen Siedlungen.

Souvenirladen mit einheimischem Künstler. Er hatte sehr schönen Schmuck und verdiente ein bisschen an uns.

Man konnte in der Herde wandern oder Disko auf eigene Faust unsicher machen. Wir taten letzteres. Ausgiebig – mein Vulkan-Gen musste die vulkanische Historie der Insel erkunden. Die sich schon am schwarzen Strand offenbarte.

Wessen Pfoten? Vermutlich Hundis. Die Polarbears halten sich im Sommer normalerweise weiter nördlich auf.

Lavabomben.

Die Insel ist magic. Was auch sonst …. 😉

Der Campingplatz, mit einem Zelt und windgeschützten Essecken. Dafür bin ich zu alt. Aber nur dafür.

Cooles Teil. Eisberge gibt es dort aber natürlich auch.

Zurück auf der beautiful Silverwind. Die netten Jungs von der Crew sind immer gut gelaunt und hieven einen auch bei hohem Wellengang aus dem Zodiac.

Beim Auslaufen begegneten uns noch ein paar besonders schöne Eisberge

Und ich bekam noch sehnsuchtsauslösende Einblicke in die mystische Morphologie der gar nicht so kleinen Insel. Sie hat mich an Jan Mayen erinnert, die Insel südlich von Spitzbergen mit dem nördlichsten Vulkan der Welt, wo wir schon vor 2 Jahren staunend inmitten von Puffins, Walen und Vulkanen herumzodiacten . Ich würde gern mal in diese düsteren, wundervollen Täler und Schluchten wandern, an jeder Ecke einen Saurier oder andere längst ausgestorbene Kreaturen erwartend ….

Der hätte nicht auf den Marienplatz gepasst.

Unsere ständigen Begleiter.

Der Tag ist noch nicht zu Ende. Chloe präsentiert uns heute die komplette Crew. Unsere beiden lieblichen Butlerinen waren auch dabei.

Sunset im Polarmeer

Dazu Igor

Heute ausnahmsweise mal mit Fummel. Der sollte ja den weiten Weg nicht umsonst gemacht haben.

Danach Dinner an Deck mit dem Heißen-Stein-Dings. Man bekommt fürsorglich einen Schlabberlatz umgebunden.

In dieser Nacht gab es aber noch ein ganz besonderes Highlight – um 2 Uhr weckte der Kapitän alle Gäste mit einer Durchsage, die erste und letzte dieser Art auf der Reise. Aurora borealis, selten im August, aber Polarlichter machen Magic, wann sie wollen, und heute Nacht wollten sie. Leider sind die Handyfotos nicht so der Hit.

Wir standen ewig da oben. Anfangs noch inmitten unserer 34 chinesischen Mitreisenden, die ununterbrochen Polar, polar! brüllten und ein unfassbares Spektakel veranstalteten. Es ist nämlich so – wenn eine chinesische Frau Polarlichter sieht und dann schwanger wird, bekommt sie einen Sohn. Als die chinesischen Frauen genug Polarlichter getankt hatten, wurde es ruhiger, denn sie mussten ja zur Produktion schreiten, und wir hatten das Deck für uns. Es waren sehr schöne Momente. Romantic. Und Söhne haben wir schon genug.

Hier geht’s weiter zu TAG 22