St. Lucia. Definitiv einer meiner Sehnsuchtsorte! Die Insel gehört wie Barbados zum südlichen Teil der Kleinen Antillen und damit zu den Windward Islands, den Inseln über dem Winde. Mit Ausnahme von Barbados sind die Antillen Vulkaninseln, was ich natürlich sehr schön finde. Wir haben mit Meine-Landausfluege.de „St. Lucia zu Wasser und zu Lande“ gebucht. Die haben sich darauf spezialisiert, auf Kreuzfahrten zugeschnittene Ausflüge anzubieten, garantieren die rechtzeitige Rückkehr zum Schiff und sind günstiger und meist besser als die von den Reedereien angebotenen Ausflüge.

Erster Stopp Morne Fortune, der Hügel des Glücks. Wie schon angemerkt – wir lieben den Blick auf unser Schiff. In diesem Fall der Zwerg rechts.


St. Lucia ist grün, schön und voller Obst

Bei den Ausflügen ist in der Regel keine Verpflegung enthalten, was fatal sein kann, da man keine Lebensmittel vom Schiff in das jeweilige Land bringen darf. Bei diesem Ausflug wurden wir aber mit Snacks überhäuft.

St. Lucia ist bergig. Wir gewöhnten uns schnell an das karibische Straßengefälle und bereiteten uns gefasst auf das baldige Ableben vor.

Blick auf die Marigot Bay, wo Die blaue Lagune, Dr. Dolittle und Teile vom Fluch gedreht wurden.

Entlang der Westküste ging es Richtung Süden, vorbei an den auch in der Karibik allgegenwärtigen Bananenplantagen bis zum nächsten Stopp im Dorf Canaries. Die Welt scheint sich hauptsächlich von Bananen zu ernähren.
Vorher gab es im Bus noch Chips mit einem gelben, salzigen ketchupartigen Dip zum Probieren. Überraschung – er wird auch aus Bananen hergestellt, konsequent sind sie ja, die Kariben. Natürlich habe ich auch Bananenketchup gekauft.



Anschließend Besuch auf dem Anwesen einer Freundin unserer Guidine.

Diese ist Niederländerin und der Liebe wegen irgendwann auf St. Lucia hängengeblieben, plant aber, sich für’s anstehende Altern wieder in die Heimat zu verziehen. Karibische Großfamilienstrukturen scheinen auf Dauer anstrengend zu sein.
Erstmal hat sie uns aber die landwirtschaftlichen Produkte der Insel nahe gebracht, inklusive Verkostung.



Schon hübsch da, erwäge Auswanderung.

Weiter geht’s Richtung Soufriere. Soufriere bedeutet Schwefel und wird in der Karibik namenstechnisch inflationär für Vulkane, Orte, heiße Quellen etc. verwendet.
Vom Bus aus nun auch endlich ein erster Blick auf die Pitongse 🤩.

Die 2 spektakulären Zipfel heißen korrekt Gros Piton und Petit Piton und sind (vermutlich) erloschene Vulkane, wobei die Insel thermisch noch sehr aktiv ist. Das Gebiet gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Glückliche Touristin, weil Vulkane am Kopf.

Unten die Starclipper. Wie auf der Sea Cloud kann man Kreuzfahrten darauf buchen. Ein Traum.

In Soufriere brachte uns das schnelle Schnellboot zum Sugar Beach.
Ahnungslose rotohrige Touristin nur Sekunden vor dem tragischen Verlust des geliebten Käppis.


Sugar Beach. Plötzliche Regengüsse können in der Karibik eine ungeahnte Intensität erreichen. Glücklicherweise ereilte er uns erst am Ende unseres Aufenthaltes dort, vorher war mir wundervolles Schnorcheln vergönnt 🐠🐡🦐🦑🐟😍

Man trocknet schnell. Es folgte der Besuch des Morne Coubaril Estate, einer ehemaligen Zuckerrohrplantage.



Wir lernen den Umgang mit Kokosnüssen und Kakao.


Kakaofrüchte.

Von innen. Kann man essen, bisschen wie Lychee.

Die Bohnen wurden getrocknet…

.. zertrampelt …

… und von einem armen, sich im Kreis drehenden Esel gemahlen. Der hier muss das aber nicht mehr, steht nur rum.

Hütten in Leichtbauweise. Vorteilhaft, wenn einem bei den ständigen Hurrikans oder Erdbeben das Dach auf den Kopf fällt.

Kokosnüsse sind vielseitig einsetzbar.



Der heutige Rumpunsch war selbstgemacht. Leider gab es nur einen.

Zurück nach Castries, der Hauptstadt St. Lucias.

Vorbei an einem karibischen Friedhof.

Anschließend Stadtspaziergang auf eigene Faust.

Klima und Hurrikans hinterlassen Spuren.




Rush hour in Castries, im Hintergrund unser Schiff.

Am Abend dann spektakuläres Auslaufen aus St. Lucia. Die haben hier irgendwie bessere Wolken als bei uns. Außer in der Hurrikan-Season, die jetzt im Dezember aber in der Regel vorbei ist.


Tschüss Pilot






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