Unser letzter ganzer Tag auf der Silverwind – und der gab noch einmal alles.

Weil da war ja noch die Sache mit dem wiedergefundenen Handy, das zwar am Leben, aber eben noch in Kangaamiut war – unerreichbar für die Silverwind. Unsere grönländische Freundin wollte es nach München schicken, aber der Magic-Faktor war wohl noch nicht ganz ausgereizt auf dieser Reise 😉
Am Vorabend vor Maniitsoq, dem vorletzten Ziel, hatte sie uns geschrieben, da sei ein Boot, das einmal in der Woche die Siedlung anläuft und Waren und Post hin und her befördert. Sie könne das Handy morgens mitschicken, es läge dann ab 11 auf der Post in Maniitsoq bereit. Hammer! Wir erreichten Maniitsoq am frühen Morgen und waren sehr gespannt!



Maniitsoq empfing uns mit schönen Skeletten und einem Guide, der uns gnadenlos durch den Ort und zu dem Funkdings auf den Berg hetzte – auf abenteuerlichen Konstruktionen, rechts im Bild.


Solche Holztreppen gibt es überall an der Küste, die Häuser liegen meistens am Hang und Granit ist nicht gut verrückbar.


Die Mühe hat sich gelohnt. Spektakulärer Blick in alle Richtungen. Wir mussten nur schnell wieder runter, weil da oben sonst kein Platz für unsere 34 Chinesen gewesen wäre ….



Wegen der Hanglage stehen viele Häuser auf Stelzen – oder werden einfach um den Granit drumherum gebaut.

Die Spannung stieg. Es war viertel nach 10, wir gingen zurück in den Ort und suchten die Post. Das war jetzt aber erstmal die Fischhalle. Belugawal gab es auch, den erspare ich euch.

Die Post fanden wir dann auch – ist ja nun nicht so schwierig bei 2700 Einwohnern. Sie bestand allerdings nur aus Schließfächern. Nebendran war aber eine Bank. Wir huben an, wortreich die Sachlage zu erklären, aber der nette Bankmensch war natürlich gleichzeitig der Postmensch und hatte uns schon erwartet. Er überreichte uns tatsächlich freudestrahlend den magischen Briefumschlag!

Und so endete das Abenteuer mit einem veritablen Wunder für ein kleines Handy und seine Besitzerin bei den Eisbären und Seehunden in der großen weiten Welt.
Das letzte Auslaufen, mit Sturm in der Ferne, der uns aber nichts anhaben konnte, da wir in den Kangerlussuaq-Fjord hineinsteuerten zum Endpunkt der Kreuzfahrt. Ein letzter, perfekter Abend lag vor uns. Natürlich mit Fjord-Magic 😉


Das Expeditionsteam verabschiedete sich. Aline hatte eine wirklich wundervolle Karte gezeichnet mit den Highlights der Reise, inklusive der Beautiful Silverwind, die unter den Passagieren versteigert wurde, der Erlös kommt Projekten zur Erhaltung der Arktis zugute. Und da die Klientel bei Silversea nicht eben zu den Ärmsten der Armen gehört, ging das Teil denn auch für mehrere 1000 Euro an einen betuchten Isländer. Für sein Wochenendhaus. Okay 😀

Das Essen an dem Abend war auch nicht schlecht.

Und der Kangerlussuaq-Fjord im Zwielicht war …. ihr ahnt es schon – magic 😉


Das war denn auch einen (nur ganz leicht melancholischen) Schampus wert. Ein würdiger letzter Abend.

Und hier geht’s gleich weiter zum letzten Tag der Reise und der Rückkehr in unmagische Gefilde
